Kleine Hände. Eigene Gedanken. Erwachsene, die wirklich hinhören und hinschauen.
Unser Zwergensprache-Leitbild
Gesehen und verstanden
Wir möchten Kindern aufmerksam begegnen – mit Zeit für Blicke, Laute, Bewegungen, Wörter und alles, was sie uns zeigen.
Sich mitteilen dürfen
Sprachbegleitende Gebärden können wichtige Wörter sichtbar machen und Kindern eine zusätzliche Möglichkeit geben, sich auszudrücken.
Verbindung, die wachsen darf
Verstehen entsteht nicht aus Perfektion. Es wächst, wenn Erwachsene aufmerksam antworten und ein echtes Hin und Her möglich wird.

Stell dir vor …
… jedes Kind würde sich von klein auf gesehen und verstanden fühlen.
… jedes Kind bekäme früh Möglichkeiten, sich konkret mitzuteilen.
… Erwachsene könnten leichter erkennen, was ein Kind braucht und was es gerade interessiert.
Dieser Wunsch steht am Anfang unseres Leitbilds. Er erinnert uns daran, dass Kommunikation nicht erst mit einem vollständigen Satz beginnt – sondern mit zugewandtem Wahrnehmen und einer Antwort, die dem Kind zeigt: Ich sehe dich.
Was uns im Innersten leitet
Wir aus dem Zwergensprache-Netzwerk begleiten Familien und Fachkräfte auf dem Weg zu einer bedürfnisorientierten Kommunikation mit sprachbegleitenden Gebärden. Dabei geht es nicht um Leistung, Tempo oder möglichst viele Zeichen. Es geht um Beziehung: aufmerksam beobachten, verständlich antworten und miteinander Freude an kleinen Entdeckungen haben.
Babyzeichen können ausgewählte gesprochene Wörter sichtbar begleiten. Sie sind eine Einladung zum Austausch – zusätzlich zu Blicken, Lauten, Körperbewegungen und der Lautsprache, die sich weiterentwickelt.
So wird unser Leitbild im Alltag lebendig

Sorgfalt, die spielerisch bleibt
Unsere Angebote sollen fachlich vorbereitet und zugleich leicht, musikalisch und alltagsnah sein. Familien wählen daraus, was zu ihnen und ihrem Kind passt.

Handwerkszeug, das wirklich trägt
Wir geben konkrete Ideen weiter, die nicht im Seminarraum bleiben: wenige passende Zeichen, Lieder, Bücher und wiederkehrende Situationen aus dem Familien- oder Kita-Alltag.

Lernen, teilen, weiterdenken
Regelmäßige Fortbildung und kollegialer Austausch helfen unserem Netzwerk, Familien und Fachpersonal zeitgemäß, zugewandt und verantwortungsvoll zu begleiten.
Zwischen Familien, Einrichtungen und Wissen
Zum Wohl der Kinder verstehen wir uns als Vernetzungsstelle zwischen Familien, pädagogischen Einrichtungen und wissenschaftlichen Perspektiven. Praktische Erfahrungen können inspirieren; Forschung hilft, Aussagen sorgfältig einzuordnen. Beides ist wertvoll – aber nicht dasselbe.
Darum versprechen wir keinen allgemeinen Entwicklungsvorsprung. Wir möchten Räume schaffen, in denen Kinder zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten erleben und Erwachsene ihnen aufmerksam, respektvoll und ohne Leistungsdruck begegnen.
Menschen, Wissen und nächste Schritte
Fragen zu unserem Leitbild
Unser Leitbild beschreibt die Haltung, an der wir Entscheidungen, Kurse und Zusammenarbeit ausrichten möchten. Im Mittelpunkt stehen Kinder, die gesehen und ernst genommen werden, sowie Erwachsene, die aufmerksam auf ihre Mitteilungen antworten.
Sie beginnt damit, Signale eines Kindes wahrzunehmen und sie im jeweiligen Zusammenhang zu verstehen. Erwachsene bleiben verantwortlich, setzen sichere Grenzen und suchen zugleich nach einer zugewandten Antwort, die Alter, Situation und Bedürfnisse berücksichtigt.
Babyzeichen begleiten einzelne gesprochene Schlüsselwörter mit einer sichtbaren Handbewegung. Sie können Kindern eine zusätzliche Ausdrucksmöglichkeit geben und Erwachsenen helfen, in konkreten Alltagssituationen genauer hinzuschauen.
Nein. Das gesprochene Wort bleibt immer dabei. Auch Blicke, Laute, Bewegungen, erste Wörter und individuelle Ausdrucksformen gehören zur Kommunikation und werden aufmerksam beantwortet.
Unsere Kurse verbinden Babyzeichen mit Liedern, Spielen und Alltagssituationen. Familien erhalten Anregungen, aus denen sie ihren eigenen Weg wählen können. Ein Kind muss weder Zeichen nachmachen noch etwas vorführen.
Weil gute Begleitung nicht stehen bleibt. Das Zwergensprache-Team bildet sich regelmäßig fort und tauscht Erfahrungen und Materialien aus, um Familien und Fachpersonal zeitgemäß und praktisch unterstützen zu können.
Erfahrungen aus Familien und pädagogischen Einrichtungen zeigen konkrete Fragen des Alltags. Wissenschaftliche Arbeit kann helfen, Aussagen zu prüfen und Grenzen sichtbar zu machen. Wir möchten diese Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen, ohne sie gleichzusetzen.
Auf der Seite „Unser Team“ stellen sich Länder- und Regionalleitungen sowie weitere Ansprechpersonen vor. Dort findest du auch den Ausgangstext, aus dem dieses Leitbild weiterentwickelt wurde.

