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Ausgezeichnet mit dem Siegel "Unternehmen der Zukunft"

Baby

Artikel im Magazin UNERZOGEN

Für die Ausgabe 1/2022 des Eltern-Magazins "Unerzogen" durfte ich einen Artikel zur Kommunikation mit Babys schreiben. Darin erfahrt Ihr mehr über die reflexbasierten Dunstan Bedürfnislaute, die alle Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten verwenden, als auch über die spielerische Kommunikation mit Hilfe von Babyzeichen und Gebärden für Kinder zwischen einem halben Jahr bis ins Kindergartenalter hinein.
Er heißt "Zeig´s mir! - durch Handzeichen mit dem Baby sprechen".

Ihr findet das aktuelle Heft online hier: 
https://www.unerzogen-magazin.de/artikel/?articleID=897

 aktuelles Heft online anschauen 

Außerdem ist für Schwangere ein spannender Bericht zum Thema Haptonomie - „Kommunikation mit dem Ungeborenen“ drinnen, für ältere Kids ein weiterer zur "Kommunikation als Werkzeug beim Lernen" und vieles mehr. Viel Spaß beim Lesen!

Autorin: Vivian König, Zwergensprache Gründerin und Ausbilderin, Länderleitung Deutschland, Autorin, Leipzig, lizenzierte Dunstan Babysprache Ausbilderin und Länderleiterin für D, AT und CH der Dunstan PTY Ltd. Australien

Babyzeichen im Alltag der Gefühle

Dieses Jahr durfte ich das erste Mal erleben, dass von dem Lärm der Raketen und Knaller an Silvester ein Kind wach geworden ist. Meine 21 Monate alte Tochter saß weinend im Bett und rief nach Mama. Sie hatte sich ganz offensichtlich erschrocken und zeigte mir, dass sie aus dem Raum hinaus möchte, weil sie den Lärm nicht zuordnen konnte. Da sie sich nicht beruhigte, nahm ich sie mit nach draußen und suchte ein Fenster, an welchem ich ihr die Raketen zeigen konnte. Sie zeigte mir mit den Babyzeichen, dass es ihr zu „laut“ sei und sie „Angst“ habe. Ich erklärte und zeigte ihr, dass die Raketen so „laut“ seien. Die kannte sie von unserem Spaziergang am späten Nachmittag, weil wir da bereits welche beobachten konnten.


Dann zeigte sie mir nochmal mit ihrem selbst erfundenen Babyzeichen, dass sie sich „erschrocken“ hätte (beide Hände an die Brust gelegt und erschrockenes Gesicht dazu) und ich bin so froh, dass wir uns nach diesem Schreck so darüber unterhalten konnten. Verbale Worten waren ihr in dem Moment gar nicht möglich.

Die Zwergensprache hilft uns oft, die Gefühle unserer jüngeren Tochter besser einzuordnen und darüber sind wir sehr dankbar. Unsere Erstgeborene zeigte das Babyzeichen für „Angst“ sogar noch lang, obwohl sie es schon längst verbal sagen konnte - wenn sie Angst hatte, kam immer erst das Babyzeichen und dann "Ich habe Angst" oder "Das macht mir Angst"...auch hier ist die Motorik einfach schneller als die Sprache oder die Hände eben schneller als die Zunge :).

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gefühlsreiches Jahr!

Autorin: Carolin Pfitzner, Zwergensprache in Ingolstadt, Sprachtherapeutin

Babyzeichen verbinden auch Geschwister

Als unser Sohn geboren wurde, war das für unsere damals 2-jährige Tochter alles sehr aufregend: Ihr kleiner Bruder brachte so viel Neues in unsere Familie und sie musste in ihre Rolle als große Schwester erst hineinwachsen.

Dabei waren die Babyzeichen unsere besten Wegbegleiter: Sie schlugen eine Brücke zwischen unserer „Großen“ und dem „Kleinen“ und mit den Gebärden konnten wir ihr viele Bedürfnisse des kleinen Bruders viel einfacher erklären, als unsere Worte es zu dem Zeitpunkt konnten. Als er dann immer mehr seine Umwelt und seine Schwester wahrnahm, zeigte sie ihm ihre Welt und zwar immer mit den passenden Kindergebärden.

Diese besondere Sprache und Verbindung konnten sie dank der Zwergensprache für sich schaffen.

 

Autorin: Dr. Anika Kilgenstein, Zwergensprache- und Dunstan-Babysprache-Kursleitung in Rosenheim, Regionalleiterin Zwergensprache Bayern-Team, Ärztin und Mama von 2 Kindern

Beikost und Babyzeichen

Wenn unsere Tochter Linda, 15 Monate alt, am Tisch sitzt und isst zeigt sie ab und zu das Zeichen für „trinken“. Als sie noch kleiner war haben wir ihr dann ihren Becher gereicht, mittlerweile nimmt sie ihn sich selbst, trinkt, stellt ihn wieder ab und isst weiter.

Das ist nichts Außergewöhnliches, denn das Zeichen für Trinken macht sie schon, seit sie in etwa 7 Monate alt ist und wir mit der Beikost begonnen haben. Das war eine spannende Zeit für sie und für uns, so viele neue Eindrücke, Geschmäcker und Konsistenzen! Mit der Einführung der Beikost haben wir auch die Zeichen für „Noch mehr“, „Stopp“, „Trinken“, „Essen“ und „Fertig“ geübt. Sie zeigt die Zeichen sehr zuverlässig und wird auch von Oma und Opa problemlos verstanden. Auf dem Bild sieht man Linda auf Opas Schoß, der ihr an diesem Tag etwas beim Essen hilft. Vor dem nächsten Happen Möhre zeigt sie kurz „Stopp“, dann „Trinken“ und sie bekommt sofort den Becher gereicht. Anschließend macht sie laut „Ahhh“, um zu zeigen wie erfrischend dieser Schluck Wasser war. Wollt ihr mehr über Beikost und Babyzeichen erfahren? Dann findet ihr unter diesem Link meinen Babyzeichen Spezialvortrag zum Thema:

 

Beikoststart, Breifrei & Babyzeichen Vortrag 

 

Autorin: Dr. Camilla Leithold, Ernährungswissenschaftlerin und Zwergensprache Kursleiterin in Erfurt und Gotha seit 2016

Deshalb werde ich nie wieder auf Babyzeichen verzichten

Es gibt Dinge im Alltag mit Kindern, die man ausprobiert – und Dinge, bei denen man irgendwann merkt: Ich möchte nie wieder zurück.

(4 Dinge, die ich im Alltag erlebt habe und nicht mehr missen möchte)

Als ich damals mit den Babyzeichen angefangen habe, hatte ich natürlich Erwartungen.

Ich wusste ziemlich schnell:

Das ist mein Weg. Das möchte ich machen.

Womit ich aber überhaupt nicht gerechnet habe?

Dass es im Alltag SO gut funktioniert.

Dabei geht es gar nicht nur darum, dass Kinder einzelne Zeichen zeigen lernen.

Es ist vielmehr die Selbstverständlichkeit, mit der die Kleinsten anfangen, sich mitzuteilen, Beziehungen aufzubauen und sich verstanden zu fühlen.

Heute – nach vielen Jahren in der Kindertagespflege, unzähligen Kursen und noch mehr kleinen Händen – kann ich ganz klar sagen:

Ich möchte nicht mehr ohne.

Nicht, weil Kinder dadurch schneller sprechen lernen.

Und auch nicht, weil plötzlich jeder Tag konfliktfrei abläuft.

Sondern weil Kommunikation im Alltag leichter, klarer und entspannter wird.

Hier sind vier Momente aus meiner Praxis, die mich bis heute geprägt haben:

 

1. Meine Tageskinder lernen Babyzeichen ganz nebenbei

Ich setze mich morgens nicht mit den Kindern hin und sage:

„So, heute lernen wir Zeichen Nummer 7.“

Ich benutze sie einfach.

Beim Essen.
Beim Wickeln.
Beim Singen.
Beim Anziehen.
Und vor allem im Spiel.

Und irgendwann passiert etwas Faszinierendes:

Die Kinder übernehmen die Zeichen – und setzen sie selbstverständlich im richtigen Moment ein.

Nicht wie Unterrichtsstoff.

Sondern genauso, wie Sprache entsteht:

Durch Vorleben.

Wenn ein Kind beim Frühstück selbstverständlich „mehr“, „fertig“ oder „spielen“ zeigt, muss ich schmunzeln.

Wir haben das nie bewusst geübt. Sie haben es im Alltag aufgesaugt.

 

2. Praktikantinnen verstehen die Kinder erstaunlich schnell

Da ich auch Mentorin für angehende Kindertagespflegepersonen bin, erlebe ich diese Situation immer wieder:

Ein neues Gesicht kommt in die Gruppe.

Die Kinder kennen die Praktikantin noch nicht.

Sie kennt die Kinder noch nicht.

Und trotzdem entstehen schnell die ersten echten Verständigungsmomente.

Ein Kind zeigt ein Zeichen.

Die Praktikantin reagiert.

Und das Kind merkt:

Ich werde verstanden.

Das nimmt Unsicherheit und langes Rätselraten aus solchen Situationen.

Die Kinder werden schneller offen, fassen Vertrauen und laden die „neue Große“ viel eher in ihr Spiel ein.

Für mich sind Babyzeichen im Alltag echte Brückenbauer.

 

3. Kommunikation funktioniert auch unter den Kindern

Einer meiner Lieblingsaspekte ist, dass die Kinder die Zeichen nicht nur nutzen, um mit uns Erwachsenen zu sprechen.

Sie kommunizieren damit untereinander.

Ich habe schon beobachtet, wie ein Kind dem anderen stolz erklärt:

🖐️ Mama arbeitet.
🖐️ Bruder ist in der Kita.
🖐️ Schwester ist in der Schule.

In solchen Momenten sieht man:

Hier findet echte Kommunikation statt. Vielleicht noch nicht perfekt.

Vielleicht noch nicht vollständig. Aber mit einer glasklaren Absicht.

Und jedes Mal denke ich:

Wie verrückt eigentlich, was diese kleinen Hände alles ausdrücken können.

 

4. Ein Moment, den ich wohl nie vergessen werde

Während einer Eingewöhnung saß ein neues Kind bei uns am Tisch.

Noch zurückhaltend. Noch nicht richtig angekommen.

Und dann passierte etwas Wunderschönes:

Ein anderes Tageskind schaute zu mir und zeigte mir – quasi im Auftrag des neuen Kindes:

🖐️ Mehr essen.

Ich habe kurz nachgefragt.

Und tatsächlich:

Das neue Kind hatte sich noch nicht getraut zu fragen – wollte aber gerne noch etwas haben.

Das war nicht einfach nur eine nachgemachte Gebärde. Das war für mich gelebte Fürsorge.

Ein kleines Kind hat dem anderen geholfen, eine Stimme zu bekommen.

Und ich stand da und dachte nur:

Okay. Deshalb liebe ich das.

 

Deshalb werde ich wohl nie wieder auf Babyzeichen verzichten.

Nicht, weil sie Kinder irgendwie „besser“ machen.

Sondern weil echte Verbindung oft dort beginnt, wo wir Erwachsenen noch auf die ersten Worte warten.

 

Autorin: Annett Stentz, Zwergensprache-Kursleiterin in Rohrbach/Pfalz, Kindertagespflegeperson – und am Nachmittag liebevoll „Oma mit den Zeichen“. Inspiriert von ihrer zwergensprachebegeisterten Enkeltochter, die regelmäßig fragt: „Oma, wie heißt das auf Zwergensprache?“

Die Bären sind los!

Wie viele Bären verstecken sich denn hier auf dem Foto?

Ein passendes Lied, welches in fast jeder Kursstunde eingesetzt wird, weil die Babys es so lieben, ist „Teddybär, Teddybär, wo bist du?“. Guck-guck-da-Spiele sind in diesem Alter einfach super. Mit Musik und Babyzeichen wird´s noch schöner! Deshalb hier unser Tipp für Dich zum Nachschauen, Mitsingen, Mitgebärden und Ideen holen:

Aus unserer Gebärdenlieder-Video-Sammlung aus der Kooperation mit Sony Music & Europa Kinderwelt:

Zwergensprache Gebärden-Kinderlied: "Teddybär, wo bist du?"

 

Autorin: Sandra Fasching, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Niederösterreich, Kindergartenpädagogin, Leiterin einer Tagesbetreuungseinrichtung

Die Spiel- und Sprachentwicklung deines Kindes

„Kinder spielen, weil sie sich entwickeln und Kinder entwickeln sich, weil sie spielen. Spielen ist die Königsdisziplin des Lernens“ – Margit Franz

Im Spiel entdecken Kinder die Welt. Sie lernen eine Vielzahl von sozialen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten während des Freien Spiels.

Gerade für die Sprache ist das Spiel essentiell, denn hier bieten sich viele Gelegenheiten für die sprachliche Begleitung und den förderlichen Einsatz der Babyzeichen.

Das Spielverhalten entwickelt sich wie die Sprache, Schritt für Schritt. Die einzelnen Fertigkeiten im Spiel sind wichtige Grundlage für die Sprachentwicklung.

Das frei gewählte Spiel des Kindes drückt den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes aus. Die Abfolge spielerischer Verhaltensweisen ist stets gleich und universell.

In den ersten beiden Lebensjahren durchlaufen Kinder folgende elementare Spielhandlungen (nach Remo Largo und Emmi Pikler):

 

0-3 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

erste Orientierung, Entdeckung der Hände, Sozialspiel mit Bezugspersonen

Spielmaterial:

Kein Spielbogen oder Mobile notwendig, kein Spielzeug in die Hand geben – Interesse abwarten, Tuch, leichtes Püppchen

 

4-6 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gezieltes Betasten und Ergreifen, Bewegen, Drehen, Schütteln, orales Erkunden

Spielmaterial:

Weiche Stoffpüppchen, Becher, Holzringe, O-Ball, Tücher

 

7-9 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Gegenstände zusammenführen, entdeckt innen und außen – ausräumen

Spielmaterial:

Körbe, Schüsseln, Schälchen (in versch. Materialien), Becker, Deckel, Siebe, Schneebesen, Kochlöffel, Bälle, Schüttelflaschen

 

10-12 Monate:

Fähigkeiten/Interessen:

Pinzettengriff, hinlegen, einfüllen, umfüllen, Objekte als Werkzeug, Bewegung und Raumerkundung

Spielmaterial:

Schüsseln, Körbe, Becher zum Sammeln und Stapeln, Holzringe, Klötze, Deckel zum Füllen, Dosen mit Deckel, Alltagsgegenstände (Bürsten, Küchenutensilien, …), niedrige Podeste, Tunnel, Kisten, schiefe Ebene

 

1-2 Jahre:

Fähigkeiten/Interessen:

Einfüllen, umfüllen, umschütten, verteilen, Bewegung, stapeln, zusammenstecken, sammeln, vergleichen, sortieren, transportieren, schieben, Reihen bilden, bauen, Symbolspiel

Spielmaterial erweitern mit:

Stapelbechern, Bausteinen, Taschen, Körben, großen Behältern, Wannen, Kisten, Puppenwagen, Fahrzeugen, Bilderbüchern, Ziehtieren, vieles vom gleichen Material

 

Die Kunst der sprachlichen Begleitung liegt in dem achtsamen Präsenz, ohne das Kind zu unterbrechen oder seine selbstinitiierten Handlungen zu bewerten oder zu korrigieren.

„Ich sehe, du hast den BALL.“

„WO ist das AUTO?“

„Das Tuch ist GRÜN“

Die passenden Babyzeichen erlernt Ihr im Zwergensprache-Kurs in Eurer Nähe oder online.

Wir wünschen Euch viel Freude beim gemeinsamen Staunen, Gebärden und Erkunden der Welt!

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin im Familienzentrum, Kursleiterin für Zwergensprache und Dunstan Babylanguage, EntdeckungsRaumbegleiterin nach E.Pikler, Dornbirn, Regionalleiterin für Vorarlberg/Tirol

Die Zwergensprache auf dem ersten MiniMarkt für Familien in Linz

Zum erst Mal fand im Mai in Linz ein MiniMarkt für Familien statt und die Zwergensprache war mit dabei. Für einige Stunden wurden interessierte Eltern über das lokale Kurs-Angebot sowohl zu den Babyzeichen der Zwergensprache für Babys in den ersten zwei Lebensjahren und zur Dunstan Babysprache zu den Bedürfnislauten aller Neugeborenen informiert. An den Marktständen konnten sie zudem viele tolle Einzelstücke erwerben. So war es für alle Aussteller und Besucher eine gelungene erste Veranstaltung dieser Art.

 

Autorin: Andrea Gruber, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Linz, Regionalleiterin für Oberösterreich, DGKP uvm.

DIY Einwurfspiel schnell und einfach basteln

Du benötigst dafür:

  • 1 leere, verschließbare Dose mit Plastikdeckel (Maronipüree, Erdnüsse, Fläschchennahrung,…)
  • Deckel von Breigläsern oder andere Dinge zum Einwerfen (hier auf die Größe achten, damit keine Gefahr vom Verschlucken besteht)
  • Selbstklebende Folie oder Papier oder du bemalst die Dose (hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt)
  • Schneideunterlage
  • Stift
  • Stanley Messer oder Cutter
  • Lineal

Für den Schlitz zum Einwerfen in der Mitte des Deckels von der Dose einen 1,3 cm x 6 cm großen Schlitz (Rechteck) aufzeichnen und danach mit dem Stanley Messer ausschneiden.

Für die Dose die Höhe & Umfang ausmessen (beim Bekleben ein paar cm mehr dazugeben, damit es sich auch gut überlappen kann und keine Löcher am Stoß entstehen)

Bei mir ist es ein Rechteck mit den Maßen 11,7 cm x 33cm. Dieses auf die Rückseite der Folie aufzeichnen und ausschneiden.
Damit die Dose bekleben.

Deckel drauf und fertig.

Nun können die Deckel durch den Schlitz eingeworfen werden (und dieses Geräusch, welches dabei entsteht, ist für die Kleinsten einfach nur faszinierend!)

Viel Spaß beim Nachbasteln!

 

Autorin: Rebecca Hirschler, Zwergensprache Kursleitung in Eisenstadt & Umgebung, Kindergartenpädagogin, Kangatrainerin

DIY Spielschaum

Eine schnellgemachte Beschäftigungsidee für Kinder jeden Alters ist der Spielschaum aus Kichererbsenwasser. Dazu einfach das Wasser der Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose abgießen und mit einem Handrührgerät ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Zum Stabilisieren kann noch etwas Maisstärke hinzugegeben werden, sie ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Schaum in eine große Schüssel oder für die Kleineren in ein flaches Tablett umfüllen und schon kann der Spielspaß losgehen. Besonders toll: das Kichererbsenwasser kippt man meistens eh weg, so hat man noch eine gute Verwendungsmöglichkeit dafür. Außerdem ist er auch super für Babys und Kleinkinder geeignet, da er verzehrsicher ist. In der Badestunde im Zwergensprache Babykurs kam der Spielschaum mit den passenden Babyzeichen super an. Taktil ist er für die Kleinen ein echtes Erlebnis und ganz nebenher wird die Wahrnehmung und Handmotorik gefördert. Für die Größeren können gern noch Spielzeuge oder andere Texturen wie beispielsweise getrocknete Bohnen etc. hinzugefügt werden, um es spannender zu gestalten. Außerdem kann man den Schaum noch mit Lebensmittelfarbe und Glitzer aufpimpen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Matschen!

 

Autorin: Katharina Krause, Sonder- und Integrationspädagogin, Zwergensprache- Kursleiterin in Erfurt

Ein Spaziergang voller Babyzeichen-Entdeckungen

Ein Spaziergang ist nicht nur wohltuend, sondern auch eine großartige Gelegenheit, Babyzeichen spielerisch anzuwenden. Während Ihr gemeinsam Zeit verbringt und die Natur erkundet, ergeben sich viele Momente um mit eurem Baby zu kommunizieren und die Welt mit Kinderaugen zu betrachten.

Stell Dir vor, Dein Baby zeigt mit strahlenden Augen auf eine Blume. Dabei zeigst Du ihm das Zeichen für "Blume" und schon entsteht eine kleine Unterhaltung über die Wunder unserer Welt. Wie viele lassen sich wohl noch entdecken?

Wenn die warmen Sonnenstrahlen durch die Bäume scheinen, zeige Deinem Kind das Zeichen für "Sonne" und lassen es die Wärme spüren. Die Verbindung zwischen dem Zeichen und dem Gefühl der Sonnenstrahlen verstärkt das Verständnis und das Bewusstsein für die Welt, die wir mit allen Sinnen erfahren dürfen.

Hörst Du das Zwitschern der Vögel? Zeige die Gebärde für "Vogel" und lauscht gemeinsam. Dein Baby lernt schnell, dass dieses Zeichen mit dem fröhlichen Gezwitscher verbunden ist und versucht vielleicht sogar, die Geräusche nachzuahmen.

Ein gemeinsames Abenteuer der Entdeckung!

Beim Spazieren kann jeder Schritt zu einem kleinen Abenteuer werden. Dein Baby beobachtet aufmerksam die Welt und ist gespannt darauf, neue Zeichen zu entdecken und mit Dir zu teilen. Du wirst staunen, was Dein Kind alles in der Welt entdeckt. Hier ein Krabbeln, da ein Rascheln – alles ist aufregend und lädt zum Erkunden ein. Für Euch als Eltern wird der Spaziergang zu einem besonderen Erlebnis. Ihr seht die Natur mit den Augen Eures Babys und nutzt die Zeichen, um es in die Schönheit der Welt einzuführen.

Übrigens sind bewusst und kindgeleitete Momente ohne Ziel und Termindruck wertvolle Bindungszeiten, die die Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie erfüllen.

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin im Familienzentrum, Kursleiterin für Zwergensprache und Dunstan Babysprache in Dornbirn, Vorarlberg (AT)

 

Fliegen mit Baby

Die Sommerzeit ist eine perfekte Gelegenheit für Familien, neue Abenteuer zu erleben. Manchmal bedeutet das mit Baby zu fliegen. Das kann eine aufregende, aber auch herausfordernde Erfahrung für Familien sein. Wie gestaltet man am besten einen Flug mit Baby? Diese Frage kam in der letzten Babyzeichen Kursstunde auf.

Hier nun das gesammelte Wissen und Ideen der Kurseltern:

  1. Wirf alle Erwartungen gleich über Bord und freu dich auf das Abenteuer, stets im Moment zu sein. Viele neue Reize wirken auf dein Baby ein und können für alle herausfordernd sein, wenn alles „perfekt“ ablaufen soll. Reisen mit Kind, bedeutet nun mal reisen mit Kind.
  2. Frühzeitig planen: bucht, wenn möglich einen Flug, der gut in den Schlaf- oder Ruheplan des Babys passt, um die Wahrscheinlichkeit von Unruhe oder Schlafstörungen zu minimieren.
  3. Nimm vertraute Lieblingssachen mit: ein Kuscheltier oder eine Decke können dem Baby ein Gefühl von Sicherheit geben.
  4. Stillen oder Füttern während des Starts und der Landung: Das Saugen kann helfen, den Druckausgleich in den Ohren zu erleichtern.
  5. Babytrage oder Tragetuch: So bleiben die Hände frei und das Baby ist stets in Wohlfühlnähe

Beschäftigungsideen während des Flugs:

  • Activity oder Quietbooks sind schon für ganz kleine Kinder spannend, da sich allerhand entdecken lässt und ganz nebenbei die Motorik gefördert wird.
  • Pixibücher oder Wimmelbücher im Taschenformat
  • Fidget Spiele (Pop it oder Sensorywürfel)
  • Schleichtiere
  • Saugnapfrasseln (squigz)

Als besonderer Tipp landen viele Kleinigkeiten einzeln verpackt als „Taschenjoker“ im Handgepäck und werden nach einander angeboten – so bleibt immer etwas zu entdecken.

Am Ende der Stunde waren sich alle, trotz der vielen gesammelten Tipps einig, dass die Reise an sich wohl das Spannendste ist und es unzählige Dinge zu entdecken gibt. Die Babyzeichen für „Flugzeug“, „Meer“, „Sonne“ und „Eis“ gabs als Bonus für alle dazu.

Apropos Eis – nächste Woche gibt es ein leckeres Rezept von meiner Kollegin für selbstgemachtes Eis, dass schon die Kleinsten genießen können.

 

Autorin: Johanna Berktold, BA, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Vorarlberg/Österreich, Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin

Gemeinsam auf dem Weg zum Edelsteine sammeln

Ich bin sehr dankbar, dass wir, Robyn und ich, gemeinsam letzten Sonntag einer so tollen, bunten, offenen und neugierigen Gruppe aus 14 Mamas und Papas mit ihren Babys, die Tür zu den Babyzeichen öffnen durften.

Eine Tür zur frühen Kommunikation mit ihrem Baby, eine Tür zur Stärkung der Kompetenz und der Selbstwirksamkeit ihres Kindes, eine Tür zum Edelsteine sammeln, und das ist es für mich, wenn ich dank der Babyzeichen einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt meines Babys bekommen darf.

Ihnen zeigen zu dürfen, wie einfach und genial es ist, die Babyzeichen in den Alltag einzubauen, um ihr Baby so viel besser verstehen zu können.

Und wer möchte bitte nicht verstanden werden?

Es war bei allen Gruppenarbeiten, ja bei uns sind die Workshops immer sehr bewegt und interaktiv, aber auch in der Pause so ein positiver, wertschätzender Austausch zwischen den Eltern. Und das Schönste, es sind alle total begeistert, mit ihrem neuen Wissen nach Hause.

Zu wissen, dass es nun wieder ein paar Eltern mehr hat, die sich und ihr Baby mit den Babyzeichen so wertvoll unterstützen können, die Frust und doofe Missverständnisse sicher umschiffen können und ihrem Kind so viel mehr Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen mit auf den Weg geben, das ist für mich das Wichtigste an meiner Arbeit.

Früh verstandene und gehörte Kinder für eine neue Generation empathischer Erwachsener! Wichtiger denn je!!!

Ich freu mich schon jetzt auf den nächsten gemeinsamen Babyzeichensprache - Workshop im wunderschönen Raum der Hebammenpraxis Hebamme unterwegs mitten in Winterthur mit weiteren wunderbaren Mamas und Papas.

Autorin: Annina Riepp, Zwergensprache in Winterthur und Zürich, Yogalehrerin, Babymasssage Kursleiterin, Dunstan Babysprache Kursleitung

Gemüse-Power: Zwei „breifrei“-Rezepte für die ganze Familie

Babys legen in den ersten Monaten eine rasante Entwicklung hin: Neben brabbeln, sich hinsetzen und krabbeln steht auch die Beikosteinführung an.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch hier jedes Baby einzigartig ist. Da unser Sohn Emilian Brei kategorisch verweigerte und damit nur empört um sich warf, sind wir relativ rasch auf eine breifreie Beikosteinführung umgestiegen. Dabei wird das Baby weiter gestillt und bekommt Fingerfood oder mundgerecht zubereitete, feste Nahrung angeboten. Das Baby kann so langsam und in seinem persönlichen Tempo verschiedene Lebensmittel ausprobieren, während es am Familienessen teilnimmt. Dafür wird beim Zubereiten erst eine Portion für das Baby ohne Salz bzw. intensive Gewürze fertig gemacht und dann erst für den Rest der Familie gewürzt.

Unser Sohn fand es toll, das Essen selbst greifen, in den Mund stecken, ertasten, fühlen, riechen und schmecken zu können. Dementsprechend wichtig waren für ihn auch Babyzeichen rund um das Thema „Essen“: Zeigte er zunächst die „Klassiker“ wie essen, trinken, noch mehr, fertig, erweiterte sich sein Repertoire rasch um seine Lieblingsspeisen wie Banane, Gurke, Avocado, Käse, Nudeln und Tomate. Das erleichterte unser Leben enorm, weil wir genau wussten, wenn er z.B. noch eine Scheibe mehr Käse essen wollte oder schon mit dem Essen fertig war.

Wir ersparten uns so einiges an Rätsel raten, was „da-da“ denn nun bedeutet.

Babygebärden rund um das Thema Essen kannst du sehr oft in den Tagesablauf integrieren, etwa wenn dein Kind isst oder wenn ihr Bücher oder Werbeprospekte mit Lebensmitteln anschaut. Wie immer, wenn du Babyzeichen einführen möchtest, ist es wichtig, gleichzeitig zum Babyzeichen auch das Wort zu sprechen. So kann dein Kind Babyzeichen und Wort miteinander verknüpfen. Weil dein Kind die Bedeutung des Babyzeichens verstanden und die Bewegungen gespeichert haben muss, bevor es die Gebärde selbstständig benutzen kann, sind viele Wiederholungen nötig. Scheue dich also nicht davor, jedes Mal das Babyzeichen zu einem bestimmten Wort zu zeigen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Weitere nützliche Tipps sowie viele weitere Babyzeichen zeigt Dir gern Deine Zwergensprache-Kursleitung. Du findest sie ansonsten auch in der Zwergensprache Babyzeichen App:

Zwergensprache App

Die folgenden zwei Rezepte hat unser Sohn schon als Baby geliebt  - und findet sie noch immer lecker ;-)...

 

Lieblings Rote Bete-Hirse Laibchen

Für 10 - 12 Burger

Zubereitung: 25 Min. – Backzeit: 25 Min.

250g vorgekochte Rote Bete, grob geraspelt

1 rote Zwiebel, sehr fein gehackt

2 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt

400g gekochte Hirse (=200g ungekocht)

80g geröstete Sonnenblumenkerne

4 EL Weizen-,Dinkel- oder Buchweizenvollkornmehl

60 mL Öl

2 EL Sojasauce

1 TL gemahlenen Koriander

1 TL gemahlener Ingwer

1/2 TL Chilipulver

Salz, Pfeffer

1. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Rote Beete, Zwiebel, Knoblauch, Hirse, Öl, Mehl und ev. Gewürze in einer Schüssel verrühren. Die Hände mit Öl einfetten und alles drei bis sechs Minuten lang gründlich kneten, um eine klebrige Masse zu erhalten. Daraus Stangen für das Baby formen.

2. Gewürze und Sonnenblumenkerne zugeben und nochmals gut durchkneten. Burgerlaibchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

3.20 Minuten lang backen, wenden und weitere fünf bis acht Minuten backen.

4. Mit Burgerbuns, Saucen deiner Wahl, Salat-, Tomaten- und Käsegarnitur servieren.

Mein Tipp

Das A und O bei der Zubereitung der Burger ist es, die Zutaten gründlich zu zerkleinern und durchzukneten. Statt der Roten Bete kannst du auch Karotten, Sellerieknollen oder anderes hartes Wurzelgemüse verwenden. Die Zwiebel lässt sich gegen Lauch oder Stangensellerie austauschen oder du lässt sie ganz weg. Wenn dein Kind noch keine intensiv schmeckenden Gewürze bzw. Salz bekommt, lässt du dies beim Anrühren bzw. Durchkneten der Masse zunächst weg und formst erst die Stangen für das Baby und danach erst die Burgerlaibchen. Stangen sind für das Kind zunächst einfacher motorisch zu greifen und durch die unterschiedliche Form kannst du auch nicht versehentlich ein Laibchen mit Salz bzw. pikanten Gewürzen servieren.

 

Datella

1 mittelgroße Süßkartoffel (min 350g)

20g Backkakao

60g Datteln

30-40g Kokosöl, weich oder flüssig

1. Süßkartoffel in 2cm dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten mit einem neutralen, zum Backen geeigneten Öl einfetten, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze backen. Die Süßkartoffelscheiben sind fertig, wenn sie sich beim Anstechen weich anfühlen.

2. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Wenn die Scheiben nur mehr lauwarm sind, die Schale abziehen.

3. Alle Zutaten gemeinsam in einer Schüssel pürieren, bis sich eine cremige Konsistenz ergibt. Wenn die Creme zu fest ist, kannst du mehr Öl dazugeben. Das Datella sollte sich gut streichen lassen, ohne dabei zu weich zu sein.

 

Autorin: Karin Binder, Zwergensprache Kursleitung in Amstetten, Österreich

How to baby - Podcast Interview

In der Folge Nr. 162 von Petra Rusos Podcast "How to baby" geht es um die Babyzeichensprache. Simone Kostka - unsere Regionalleiterin für Österreich - erklärt darin, wie Babyzeichensprache funktioniert und welche Vorteile sie für Eltern und Kinder bringen kann. Babys verstehen schon pränatal Mamas Sprache. Aber es wird nach der Geburt noch dauern, bis sie verständliche Antworten geben können. Sobald Babys jammern, suchen Jungeltern nach Gründen und raschen Lösungen. Und hier kommen die hilfreichen, einfach zu meisternden Babygebärden ins Spiel. 
Simone erläutert: „So einfach wie winken oder klatschen sind viele andere Handzeichen basierend auf der Gebärdensprache auch. Wenn du deinem Kind diese Zeichen regelmäßig zeigst, kann es sie nachahmen."

In den Zwergensprache-Kursen vermitteln wir einfache Handzeichen, welche die Verständigung von klein auf ganz spielerisch ermöglichen. Im Anfängerkurs sind dies etwa 80 bis 100 Zeichen verpackt in Lieder, Reime, Kniereiter und Spiele. Im Fortgeschrittenenkurs nochmals so viele, so dass sich jeder herrauspicken kann, was für seinen Alltag und die Interessen seines Kindes individuell am besten passt.

Hier kannst Du diese Podcast-Folge anhören:

How to baby - Folge 162 Babyzeichensprache

 

 Autorin: Simone Kostka, Zwergensprache Kursleitung in Wien und Länderleiterin für Österreich, Autorin, Lerncoach (Legasthenie, Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite) und Lernfördertrainerin nach EGBNV sowie diplomierte Lerndidaktikerin, Brain-Gym Kinesiologin

Hurra – unsere neue Webseite ist live!

Es ist so weit - endlich konnte unsere neu designte und überarbeitete Homepage live gehen! Wir danken allen, die hinter den Kulissen IT-technisch, grafisch, durch Fotoshootings, Korrektur lesen, durch Beisteuern von Schmunzelmomenten, Referenzen oder wertvollen Feedbacks an diesem Prozess beteiligt waren!

Auch wenn die Seite wieder recht viele Infos erhält und wir uns mit beim „Abspecken“ (wie bei Diäten) recht schwertaten, so zeigt die Fülle im Repertoire allemal, wie breit gefächert das Thema „Gebärden mit Babys und Kindern“ ist und wie reich gefüllt unser „Zwergensprache-Büfett“ für Euch gedeckt ist.

So kann sich bei uns jeder nach Herzenslust und nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen bedienen. Wir freuen uns als Team gemeinsam darauf, Euch auf diesem Weg als Familie oder Dich als Fachkraft individuell begleiten zu dürfen! Nimm einfach Kontakt mit uns auf!

Autorin: Vivian König, Gründerin und Geschäftsführerin der Zwergensprache GmbH, Ausbilderin für Babygebärden und Dunstan Baby Language, Autorin, Leipzig

Kennst du die Frühen Hilfen?

Nach der Geburt meines zweiten Kindes hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich in der schwierigen Zeit mit einem Neugeborenen und einem größeren Kind unterstützt oder einfach zuhört. Heute kann ich als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin(FGKiKP) Familien genau dabei helfen.

In meiner Arbeit erlebe ich, wie wichtig frühe Hilfen für Familien sind. Viele Eltern stehen vor Herausforderungen, die sie überfordern können. Hier kommen Familienhebammen (FamHeb) und FGKiKP ins Spiel. Wir bieten nicht nur fachliche Unterstützung, sondern auch einen vertrauensvollen Austausch. Oft sind es alltägliche Fragen zu Ernährung, Entwicklung oder Erziehung, bei denen wir mit Rat und praktischen Tipps weiterhelfen.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist auch die Prävention von gesundheitlichen Risiken und die gezielte Weitervermittlung an Fachleute. So entsteht ein starkes Netzwerk, das Eltern Unterstützung bietet und Isolation vermeidet.

Meine Leidenschaft ist es, Familien in herausfordernden Zeiten zu begleiten, damit Kinder gesund und glücklich aufwachsen. Und das kann ich sowohl als FGKiKP als auch Zwergensprache Kursleitung voll und ganz leben.

Wenn du Unterstützung benötigst, zögere nicht und wende dich an die Frühen Hilfen in deiner Region.

 

Autorin: Anja Berlit, Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Kursleiterin für Zwergensprache in Thüringen

Kniereiter: Die Engel fliegen

Einmal noch mit den Engerln fliegen vor Weihnachten, zwischen den Bäumen durchflitzen und mit den Gebärden „Engel“, „Geschenk“ und „noch einmal“ einen jahreszeitlichen Kniereiter für Babys und Kleinkinder aus den Zwergensprache Kursen genießen.

Unsere Kursleiterin Maria Gfrerer aus Graz hat ihn geschrieben und ihn hier für Euch in diesem Video auf youtube zur Verfügung gestellt:

Engel- Kniereiter

Das gesamte Zwergensprache-Kollegium aus D, AT und CH wünscht allen Kursfamilien und unseren geschulten pädagogischen Fachkräften ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfülltes neues Jahr 2025!

 

Autorin: Maria Gferer (Musikpädagogin, Cellistin), Dunstan Babysprache und Zwergensprache Kursleitung in Graz (AT)

Mit Babyzeichen entspannt durch den Sommerurlaub

Der Sommerurlaub schenkt Familien etwas, das im Alltag oft viel zu kurz kommt: Zeit.
Zeit, gemeinsam Muscheln zu sammeln, den Wellen zuzusehen oder auf einer Picknickdecke zu sitzen, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen. Genau in diesen entschleunigten Momenten entstehen oft die wertvollsten Gespräche – noch lange bevor Kinder ihre ersten Sätze sprechen. Denn Kommunikation beginnt nicht erst mit Worten. Sie beginnt dort, wo ein Kind denkt: „Schau mal, Mama!”

Kleine Hände, große Geschichten
Mia läuft barfuß durch den warmen Sand. Plötzlich bleibt sie stehen. Zwischen den Muscheln entdeckt sie eine besonders schöne. Vorsichtig hebt sie sie auf, dreht sich zu ihrer Mama und zeigt die Gebärde für „Muschel”.
Mama geht lächelnd in die Hocke. „Ja! Eine Muschel! Die hast du gefunden!”
Mia strahlt. Nicht, weil sie die Muschel behalten möchte. Sondern weil sie ihrer Mama gerade von ihrer Entdeckung erzählen konnte – und verstanden wurde.

Viele denken bei Babyzeichen zuerst oder nur an „mehr”, „trinken” oder „fertig”. Natürlich helfen Gebärden auch dabei, Bedürfnisse auszudrücken. Doch mindestens genauso wertvoll sind die Momente, in denen Kinder ihre Begeisterung mit uns teilen möchten.


„Papa, hast du das gesehen?”

Später sitzt die Familie am See. Während Papa gerade die Trinkflaschen einpackt, watschelt eine Ente am Ufer entlang. Er hat sie noch gar nicht bemerkt.
Mia tippt ihn sanft an und zeigt die Gebärde für „Ente”. Papa folgt ihrem Blick und lächelt. „Ach, da ist ja eine Ente! Die hast du zuerst entdeckt.”

Gemeinsam beobachten sie das Tier. Nur ein kurzer Augenblick – und doch ein kleines Gespräch, ganz ohne gesprochene Worte. Kinder möchten uns eben nicht nur sagen, was sie brauchen. Sie möchten uns zeigen, was sie bewegt, begeistert und fasziniert. Babyzeichen geben ihnen diese Möglichkeit schon lange, bevor sie ihre Gedanken in Worte fassen können.


Mehr Zeit, mehr Verbindung

Im Urlaub verändert sich oft das Tempo des Familienalltags. Es gibt weniger Termine und mehr gemeinsame Erlebnisse. Dadurch entsteht Raum für das, was Kinder sich am meisten wünschen: unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.
Beim Muschelnsammeln, Entenbeobachten oder Wasserplanschen entstehen unzählige Gelegenheiten für kleine Gespräche.

Ganz nebenbei fördern wir damit auch die sogenannte gemeinsame Aufmerksamkeit (Joint Attention) – einen wichtigen Baustein der frühen Sprachentwicklung. Kinder erleben: „Mama sieht, was ich sehe.” Das stärkt nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Bindung.


Ein Moment, der bleibt
Nach einem langen Tag am Strand geht es noch kurz auf den Spielplatz. Natürlich möchte Mia schaukeln. Papa schubst sie vorsichtig an, ihr fröhliches Lachen erfüllt den ganzen Platz.
Als die Schaukel langsamer wird, hebt Mia ihre kleine Hand und zeigt: „Nochmal.”
Für Außenstehende ist es nur eine kleine Handbewegung. Für ihren Papa ist es ein ganzer Satz: „Das macht mir so viel Spaß. Bitte schaukele mich noch einmal.” Er lächelt und schubst sie erneut an.
Vielleicht wird Mia sich später nicht mehr an diesen Sommertag erinnern. Papa aber ganz bestimmt.

Die schönsten Erinnerungen brauchen keine großen Worte
In ein paar Jahren wisst ihr vielleicht nicht mehr, wie groß die Sandburg war oder was ihr am ersten Urlaubstag gegessen habt. Aber an den Moment, als euer Kind euch voller Stolz seine Muschel zeigte, auf die Ente aufmerksam machte, die ihr selbst übersehen hättet, oder lachend „nochmal” forderte – daran erinnert ihr euch.

Es sind oft genau diese kleinen Momente des Verstandenwerdens, die einen Sommer unvergesslich machen.

Wenn ihr Babyzeichen kennenlernen möchtet oder einen Zwergensprache-Kurs in eurer Nähe sucht, findet ihr auf unserer Homepage liebevolle Kursleitungen, die euch dabei begleiten.

deine regionale Zwergensprache Kursleitung finden


Denn manchmal braucht es nur eine kleine Handbewegung, damit aus einem Sommertag eine Erinnerung fürs Leben wird.

 

Autorin: Nicole Cieslak, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Freiberg/Sachsen

Mit kleinen Händen große Geschichten erzählen

Wie lassen sich Babyzeichen und das gemeinsame Vorlesen verbinden? In meiner Vorlesereihe „Zeig mir, was du liest“ in der Stadtbücherei Troisdorf zeige ich neugierigen Eltern und Großeltern genau das!

Gemeinsam entdecken wir geeignete Bilderbücher für Kinder von 0 bis 3 Jahren. Während wir lesen, führe ich die passenden Babyzeichen ein und gebe wertvolle Tipps, wie ihr das Vorlesen lebendig gestaltet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der richtigen Sitzposition: Damit der Blickkontakt stimmt und die Hände für die Zeichen frei bleiben – besonders wichtig bei den Kleinsten, die noch nicht selbst sitzen können 😉.

Um das Erlebnis abzurunden, vertiefen wir die Zeichen mit passenden Liedern, Fingerspielen und einer kleinen Spieleinheit. Es bleibt zudem genug Zeit für eure Fragen und den Austausch untereinander.

Warum Bücher? Sie sind das perfekte Fenster zur Welt. Mit Babygebärden versetzt Ihr schon die Allerkleinsten in die Lage, über das zu „sprechen“, was sie auf den bunten Seiten entdecken.

 

Autorin: Anna Hentschel, Zwergensprache und Dunstan Babysprache Kursleitung in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis

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